Karate
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Was bedeutet Wado Ryu eigendlich?

Wa = Weich, sanft, Ruhe, Harmonie
Do = Weg
Ryu = Stil, Schule


Merkmale der Stilrichtung:

Durch die Einflüsse des Shindo Yoshinryu Jiu Jitsu Kempo sind die Bewegungen kleiner, die Stellungen kürzer und im Kumite werden vor allem Ausweichbewegungen geübt, direkte Konter, aber auch Hebel und Würfe angewandt. In der Kata sind gegenüber Shōtōkan die größten Unterschiede festzustellen. Wado Ryū Katas haben ein leichteres, weniger kraftvolles Erscheinungsbild, sind ökonomisch in der Bewegung, verlieren dadurch jedoch nicht die Wirksamkeit in der Technik. Diesem Prinzip entsprechend liegt im Wado Ryū der Hauptakzent auf der Bewegung des Körpers (tai sabaki). Tai Sabaki ist eine minimale Ausweichbewegung, deren Ziel es lediglich ist, aus der zentralen Angriffslinie (Sei Chu Sen) herauszukommen. Diese Ausweichbewegung kann teilweise nur aus einer Hüftdrehung bestehen. (Quelle Wikipedia)


Warum sollte ich Karate lernen?

- Karatetraining fördert das Selbstvertrauen
- verbessert die Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit
- trainiert den ganzen Körper
- baut Aggressionen und Stress durch körperliche Anstrengung ab
- ist für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geeignet
- ist Selbstverteidigung mit Köpfchen
- Ideal für Frauen und Kinder, da die Kraft des Gegners genutzt wird
- und nicht zuletzt: weil es einfach Spaß macht!


Häufig gestellte Fragen:


Ab wann kann mein Kind mit dem Karate beginnen?
- Die Kindergruppe nimmt Kinder ab dem 8. Lebensjahr

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen um trainieren zu können?
- Im Prinzip keine! Es ist jedoch sinnvoll seinen Hausarzt zu fragen ob irgendwelche Bedenken bestehen ein Training zu machen. Dies sollte aber bei jeder Art von Training gemacht werden. Zum Probetraining bzw. Anfängerkurs reichen Turnhose und T-Shirt (Schuhe brauchen wird nicht, da wir barfuß trainieren). Sollte man sich dann für diesen Sport entscheiden, ist ein eigener Gi (weißer Karateanzug) angebracht

Was kostet so ein Anzug?
- Für Kinder geht das ab ca. 17 € los, für Erwachsene bei 23 €. Nach oben sind natürlich je nach Qualität und Marke kaum Grenzen gesetzt. Diejenigen, die länger trainieren, geben für einen guten Anzug schon 50-100 € aus.

Wann beginnt der nächste Anfängerkurs?
- Wir bieten mehrmals im Jahr Anfängerkurse an. Weitere Informationen findet Ihr auf auf unserer Hompage unter der Rubrik Veranstaltungen.

Kann ich mal ein Probetraining machen?
- Na klar! Einfach mal zu unseren Trainingszeiten in die Halle kommen und mit dem zuständigen Trainer sprechen. Die Trainingszeiten findet Ihr ebenfalls auf unserer Homepage unter der Rubrik Trainingszeiten.

Muss ich Angst vor Verletzungen haben bzw. dass ich mir eine blutige Nase hole?
- Nein!!! Wir sind keine Schlägertruppe, sondern trainieren Karate. Natürlich kommt es auch bei uns vor, das sich mal jemand eine Zerrung, einen blauen Fleck holt oder etwa umknickt. Das passiert aber auch in anderen Sportarten. Das Verletzungsrisiko ist sogar geringer als beim Fußballspielen. In der Regel trainieren wir ohne Kontakt zum Gegenüber (d.h. die Techniken werden vorher abgestoppt) oder mit Semikontakt (d.h. Techniken zum Kopf werden abgestoppt und zum Körper wird die Technik durchgezogen, dabei tragen wir aber auch Schützer). Wer keinen Kontakt im Kumite (d.h. Freikampf) haben möchte, muss dies auch nicht.


Was hat die Verneigung am Anfang des Trainings zu bedeuten?

1. Aufstellung der Schüler nach Rang (Gürtelfarbe von Schwarz nach Weiß; Dan- bzw. Kyugrade)
2. Musubi-Dachi: Kommando des Lehrers. Füße V-förmig zusammen nehmen
3. Seiza: Kommando des Lehrers. Abknien
4. Mokuso: Kommando des Lehrers, sich im Seiza zu entspannen und sich auf das Training mental einzustellen. (Mit geschlossenen Augen)
5. Mokuso-yame: Ende der mentalen Vorbereitung; Augen öffnen
6. Sensei ni Rei: Kommando des ranghöchsten Schulers (vorne rechts). Lehrer und Schüler verbeugen sich voreinander als gegenseitige Respektbezeugung
7. Otaga ni Rei: Kommando des ranghöchsten Schülers (vorne rechts). Die Schüler verbeugen sich voreinander
8. Kiritsu: Kommando des ranghöchsten Schülers (vorne rechts) für die ganze Gruppe aufzustehen


Dojo-Regeln:

Die folgenden Regeln ergeben sich aus dem Grundgedanken heraus, dass wir respektvoll miteinander umgehen wollen.

1. Wir sind höflich zueinander
2. Wir kommen pünktlich und (möglichst) regelmäßig zum Training.
3. Wir haben einen sauberen Anzug an
4. Körperhygiene ist auch vor dem Training wichtig
5. Wer das Training vorzeitig verlassen muss/möchte bespricht dies vorher mit dem Trainer
6. Beim betreten/verlassen grüßen wir die Halle an/ab
7. Wir bringen dem Trainer bzw. dem Trainingspartner Aufmerksamkeit entgegen
8. Wer krank ist sollte zu Hause bleiben und sich nicht aus falsch verstandenem Ehrgeiz ins Training schleppen und die anderen anstecken
9. Wir helfen uns gegenseitig beim Erlernen und Verstehen der Techniken


Der Gedanke des SHUHARI

Der Fortschritt eines Karatekas vollzieht sich in drei Stufen:

1. Lernen (SHU)

2. Abweichen (HA)

3. Sich entfernen (RI)

Zunächst muss man versuchen, alles zu behalten, was der Lehrer beizubringen versucht. Dazu gehört z. B. die korrekte Technik. Erst wenn dies vollständig gelungen ist, ist es möglich, allmählich zu versuchen, darüber hinaus zu gehen: Um Möglichkeiten zu finden, sich selbst zu entwickeln, um sich schließlich von seinen früheren Erfahrungen zu entfernen. Dies ist der Fortschritt im Karate – Leben und zugleich seine Philosophie